Donnerstag, 16.07.2026

Ein sehr schöner Nachtplatz und ein Müslifrühstück starten den Tag. Den geplanten Aufbruch zur Wanderung um 10 Uhr schaffen wir tatsächlich. Anfangs geht es idyllisch und einsam durch Wald und Wiesen




bis zur Dorfmitte, von da an wird es deutlich touristischer und voller bis zu unserem Ziel, dem Bergsee Popradské pleso (deutsch: Poppersee).




Der See liegt auf rund 1.500 Metern Höhe und ist einer der bekanntesten Gebirgsseen der Hohen Tatra – umgeben von schroffen Gipfeln, ist er zugleich ein beliebter Ausgangspunkt für weiterführende Wanderungen, etwa in Richtung des Rysy-Gipfels, an dem sich die slowakisch-polnische Grenze entlangzieht.

Auch die Mittagspreise sind sehr touristisch: Wo wir gestern 8 Euro für eine riesige Pizza bezahlten, kosten heute ein paar Pommes mit frittiertem Käse 12,50 Euro.

Der Weg hinunter wird etwas unspektakulär, wir machen aber noch einen Abstecher zum Symbolischen Friedhof am Popradské pleso. Er wurde ab 1936 von dem tschechischen Maler Otakar Štáfl angelegt, um die zuvor über die ganze Hohe Tatra verstreuten Gedenktafeln für verunglückte Bergsteiger an einem Ort zu versammeln. Heute stehen dort mehr als 70 kunstvoll geschnitzte Holzkreuze und über 370 Gedenktafeln mit den Namen von mehr als 500 Verunglückten, eingebettet in einen kleinen Zirbenwald oberhalb des Sees.




Gegen 16 Uhr kommen wir zurück am Wohnmobil an. Weiter oben im Ort kostet das Tagesparken 30 Euro – unverschämt, wie wir finden. Laut Satellitenaufnahmen und einigen Kommentaren im Internet kommt es hier zu Stoßzeiten regelrecht zu Parkstaus, weil die Parkplätze nur entlang der Zufahrtsstraße liegen und bei vollem Andrang der Verkehr ins Stocken gerät.
Da es für uns noch recht früh ist, steuern wir noch eine Therme in der Nähe an, die drei von uns morgen zum Entspannen besuchen möchten. Vorher kaufen wir noch etwas für Abendbrot und Frühstück ein und fahren bei unserem abendlichen Ziel mehrere mögliche Parkplätze an, bis uns der vierte endlich zusagt.



