Montag 13.97.2026


Eine entspannte Nacht, Ausschlafen bis 9 Uhr und ein gemütliches Frühstück starten den Tag. In Hulice legen wir noch ein kleines Workout an einer Outdoor-Workout-Station ein, bevor die gut zweistündige Fahrt zur Punkva-Höhle beginnt – mit Halt an einer Wohnmobil-Versorgungsstation zum Entsorgen und Versorgen, inklusive spontanem Haarewaschen. Für die dünn besiedelten Gegenden Tschechiens ist die Station erstaunlich gut ausgestattet.
Um 15:40 Uhr kommen wir auf dem Parkplatz der Höhle an, die Tickets hatten wir bereits online in Prag gekauft. Die Wegschilder zeigen 35 Minuten bis zur Höhle, uns bleiben aber nur noch knappe 20 Minuten – wir sprinten den holprigen, aber zum Glück bergabführenden Weg hinunter. Paula und David schaffen es in 13 Minuten, Lotta und ich brauchen 20 Minuten, meine Oberschenkel danken es mir nicht.

Wir kommen gerade rechtzeitig an, alle anderen Besucher der Tour mussten auf uns warten.
Die Führung findet auf Tschechisch statt, eine Übersetzung ins Englische gibt es nur bei den wichtigsten Sicherheitshinweisen – Hintergründe zur Höhle bleiben uns also größtenteils verschlossen.
Die Führung beginnt im Vorderen Dom mit dem markanten Stalaktit “Wächter” und führt vorbei am Spiegelsee, dessen Tropfstein-Spiegelungen an Figuren wie einen Regenschirm oder ein Minarett erinnern. Über den Reichenbach-Dom geht es weiter zum Hinteren Dom und zur reich verzierten Engelshalle, bevor ein Tunnelgang zum Grund der Mazocha-Schlucht, eine der tiefste Mitteleuropas, führt. Von dort startet die Bootsfahrt auf der Punkva.
Wir genießen die Aussicht auf Tropfsteine, Schlucht und Fluss in vollen Zügen.





Nach der Tour wandern wir bergauf zurück zum Parkplatz, was uns deutlich leichter fällt als der Sprint zuvor.


Um 18 Uhr steuern wir einen ersten Stellplatz in der Nähe eines Sees an, in der Hoffnung auf etwas Abkühlung – doch es gibt keinen Zugang zum Wasser und der Platz gefällt uns auch sonst nicht. Der nächste See-Stellplatz scheidet ebenfalls aus, weil der See gerade zu einem schönen Badesee mit Außenanlagen umgebaut wird. Nach einem Einkauf beim nahen Lidl für das Abendbrot versuchen wir es noch auf einem Parkplatz an einer Sportanlage, doch zu viele junge Leute lassen uns das nach der vorletzten Nacht nicht noch einmal riskieren.
Schließlich wagen wir einen letzten Anlauf zu einem 15 Minuten entfernten Stellplatz im kleinen Örtchen Rudice – hier bleiben wir endlich und gönnen uns ein nettes Abendbrot mit Salat, Brot und Käse.

