Tag 29 – von der Kurischen Nehrung nach Kurtuvėnai

Ein neuer Tag beginnt und wir können wieder bei umwerfenden Wellen in der Ostsee baden!
Die Wellen kennen keine Pause und wir am liebsten kein Ende!
Die Kurische Nehrung 98 km lange Halbinsel. seit 1945 gehören die nördlichen 54 km zu Litauen, die südlichen 46 km zur russischen Oblast Kaliningrad. Sie trennt das Kurische haff von der Ostsee. Die Breite der Halbinsel variiert. An der breitesten Stelle ist sie bis zu 2,8 km breit und an der schmalsten (im russischen Teil) nur 380 m.
Um die einzigartige Naturlandschaft auf der Landzunge zu schützen, wurde sie in den 1990er Jahren zum Nationalpark erklärt und im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. 
Die Kurische Nehrung wird fast in ganzer Länge von einer asphaltierten Straße durchzogen. Sie beginnt im Süden beim Nehrungsschild an der Zufahrtsstraße bei Cranz (russ. Selenogradsk) und führt bis zum alten Fähranleger beim litauischen Ort Smiltynè.
Angelockt werden die Urlauber von kilometerlangen Sandstränden, hohen Dünen und den dunklen Kiefernwäldern.
Ein besonderes Highlight erwartet uns bei Nida, die Parnidis-Düne, die zu den größten Wanderdünen in ganz Europa zählt. 
Die Hänge der Wanderdüne fallen nach Osten direkt in das Kurische Haff ab. Einst hatte die Düne eine Höhe von mehr als 60 Metern, heute sind es nur noch 44 Meter über den Meeresspiegel. Dafür verantwortlich sind neben der natürlichen Erosion auch menschliche Einflüsse wie das unerlaubte klettern an den steilen Hängen.

Zu gerne wären wir die Kurische Nehrung bis zum Ende gefahren und hätten noch so gerne Kaliningrad besucht! Aber wer diese Grenze passieren will, braucht ein Visum.
Die Gegend weckt Erinnerung von Erzählungen meiner Großeltern, die aus Königsberg und Umgebung stammen. Ob sie vor ca. 100 Jahren , als auch 7 bis 8 jährige oder etwa vor ca. 80 als junge Paar auch mal hier waren?
Auf der Suche nach einer Toilettenentleerung finden wir ein schönes Örtchen, leider haben wir keinen Erfolg unser „stilles Örtchen“ zu entleeren!
Kalniškės (Gargždai) Hügel

Der Kalniškės Hügel: Funde deuten darauf hin, dass der Hügel vor unserer Zeitrechnung bewohnt war. Auf der südwestlichen Seite des Hügels befindet sich eine Vorbergsiedlung.
Der Hügel wird intensiv gepflegt.  Wege, Aussichtsplattformen, Feuerstelle, Parkplatz, Informationsstände und erodierende Wehrmauern und Hänge wurden installiert.

Das Entleeren der Chemieklos ist seit Estland schwierig geworden, selbst die Campingplätze verfügen nicht alle über Möglichkeiten!
Ein paar Kilometer weiter nutzen wir dieses Mal eine Toilette an einer Tankstelle!


Unseren Übernachtungplatz finden wir heute auf einem ursprünglichen Stellplatz. Wir treffen niemanden mehr an, um uns anzumelden. Die Atmosphäre ist nett, ein par Litauer grillen und campen. Die Umgebung scheint verlassen und einsam, aber laute Musik aus der Ferne lässt auf das Wochenende und Feierfreudige schließen.