Wir bekommen heute ein echtes estländisches Frühstück mit Toast, Schwarzbrot, Spiegelei, Porrige, Joghurt und Kaffee und Saft, also ähnlich wie wir es im WoMi machen würden. Aber dafür müssen wir nicht abwaschen.
Der nette Besitzer des Campingplatz kann so gut deutsch, weil er auf einer deutschen Schule war. Zu seiner Schulzeit war deutsch sehr populär. Heute lernen die jungen Leute lieber Englisch, es ist internationaler.
Diesmal ist es kein Problem für uns auf die Fähre von Kuivastu nach Virtsu zu kommen. Sie ist, im Verhältnis zu den anderen Fähren, groß. Die Überfahrt dauert nur 27 min.
Am Eingang der nächsten Stadt “Pärnu“ finden wir einige Werkstätten (Mauti tehnoküla) und haben gleich bei der ersten, die wir ansteuern, Glück. Wir bekommen kompetente Hilfe von einem wortkarge Estland-Russen.
Tsau Estland! Sveiki Lettland!
Die Grenze zu Lettland nehmen wir fast nicht wahr. Es gibt wieder keine Kontrollen.
Am wilden Fahrstil bemerken wir, dass auf den Straßen Lettlands anders gefahren wird und das obwohl sich die Strassenqualität auch verschlechtert.
Kurz vor Riga entscheiden wir, diesmal vor der Ankunft in der Großstadt etwas zu essen. Wir halten bei Hesburger, welcher um die Hälfte günstiger ist als in Finnland!
Wir steuern einen bewachten Parkplatz an (9,- Euro für 24 Stunden), der durch einige bereits als sehr positiv bewertet wurde und sich auch als Übernachtungsmöglichkeit geeignet ist. Es war die richtige Entscheidung, da uns das lange Parkplatzsuchen erspart bleibt.
Auf dem Weg zur Altstadt werden wir kaum von der Sonne geblendet, da hohe Jugendstilhäuser die Straßen entlang Schatten spenden!
Auch Riga hat E-Roller und die Mädels hoffen darauf, aber leider sind alle vergriffen oder leer gefahren.
Riga am Abend ist nicht so lebhaft, wie wir Helsinki erlebt haben.
Am Übergang von vom neuen Zentrum zur Altstadt werden wir von der 1935 errichteten und 42 m hohen Freiheitsdenkmal empfangen. Die Frauenfigur auf der Säule nennen die Letten „Milda“. Die drei Sterne in ihren Händen stehen für die drei lettischen Regionen.
Die Altstadt mit den mittelalterlichen Gassen lässt sich zu Fuß gut erkunden.
Wir kommen an den ältesten Häusern Rigas vorbei. Sie werden „Drei Brüder“ genannt. Das rechte mit Staffelgiebeln und gotischen Nischen stammt vom Ende des 15. Jahrhundert. Die anderen mit den abgerundeten Giebeln wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Im mittleren Haus ist ein Architekturmuseum, welches die einstige Inneneinrichtung vermittelt!
Zurück im WoMi machen wir uns einen gemütlichen Abend mit einer weiteren Exit! Geschichte!

















